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A1/A3-, A2- und STS-Drohnenkurse: Was lernen Sie dabei?

Im Rahmen der EASA-Vorschriften ist die Ausbildung zum Fernpiloten entsprechend dem jeweiligen Betriebsrisiko in verschiedene Stufen unterteilt. Die Drohnenkurse der Stufen A1/A3, A2 und STS ermöglichen es den Piloten nicht lediglich, unterschiedliche Arten von Einsätzen durchzuführen: Jede Qualifikation umfasst zudem einen eigenen Katalog theoretischer und praktischer Themen.

In diesem Leitfaden wird erläutert, was Sie in den Drohnenpilotenkursen der Stufen A1/A3, A2 und STS gemäß der Verordnung (EU) 2019/947 lernen werden.

A1/A3-Drohnenkurs: Der unverzichtbare Einstieg

Der Drohnenkurs A1/A3 ist die Einstiegsqualifikation innerhalb der offenen Kategorie. Er vermittelt die grundlegenden Kenntnisse, die für den sicheren Betrieb einer Drohne in Umgebungen mit geringerem Risiko erforderlich sind.

Die theoretische Prüfung A1/A3 umfasst Themen wie:

  • Flugsicherheit und grundlegende Betriebsprinzipien.
  • Luftraumbeschränkungen und geografische Zonen für Drohnen.
  • Luftfahrtvorschriften.
  • Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit.
  • Grundlegende Betriebsabläufe.
  • Allgemeine Kenntnisse über UAS und Drohnensysteme.
  • Privatsphäre, Datenschutz und Versicherung.
  • Sicherheitsbewusstsein.

Ziel des A1/A3-Kurses ist es, sicherzustellen, dass der Fernpilot die geltenden Vorschriften, Einschränkungen und grundlegenden Sicherheitsprinzipien versteht, bevor er einen Drohnenflug durchführt.

A2-Drohnenkurs: Näher an die Menschen heranfliegen

Die Fernpilotenlizenz der Klasse A2 vermittelt fortgeschrittenere Kenntnisse, wobei der Schwerpunkt verstärkt auf dem Risikomanagement am Boden und der operativen Entscheidungsfindung liegt.

Zusätzlich zu den in A1/A3 behandelten Inhalten umfasst die A2-Schulung Folgendes:

  • Grundlagen der Meteorologie für den Betrieb von UAS.
  • Flugleistung und Einschränkungen von UAS.
  • Technische und betriebliche Maßnahmen zur Minderung von Risiken am Boden.

Das A2-Zertifikat richtet sich an Piloten, die beabsichtigen, in größerer Nähe zu unbeteiligten Personen zu fliegen, sofern alle geltenden Betriebsbedingungen erfüllt sind. Zudem muss der Pilot vor Ablegung der zusätzlichen theoretischen Prüfung ein praktisches Selbsttraining absolvieren und dies nachweisen.

STS-Drohnenkurse: Schulungen für Standardszenarien

Die STS-Drohnenkurse sind für den Betrieb in der jeweiligen Kategorie vorgesehen, der im Rahmen der europäischen Standardszenarien durchgeführt wird.

Diese Szenarien umfassen Vorgänge, die ein höheres Maß an operativer Komplexität aufweisen als die Kategorie „offen“. Zum Beispiel:

  • STS-01: VLOS-Einsätze über einem kontrollierten Bodenbereich in einem besiedelten Gebiet unter Einsatz eines UAS der Klasse C5.
  • STS-02: BVLOS-Flüge über einem kontrollierten Bodenbereich in einer dünn besiedelten Umgebung unter Einsatz eines UAS der Klasse C6.

Die genauen Anforderungen hängen vom jeweiligen Standardszenario ab, doch die STS-Ausbildung verbindet fundierte theoretische Kenntnisse mit strukturierten praktischen Übungen und Prüfungen.

STS-Theorietraining

Der theoretische Lehrplan des STS baut auf den in früheren Phasen erworbenen Kenntnissen auf und konzentriert sich auf die Planung und die sichere Durchführung von Einsätzen im Rahmen eines Standardszenarios.

Zu den wichtigsten Themen gehören:

  • Luftfahrtvorschriften.
  • Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit.
  • Betriebsabläufe.
  • Technische und betriebliche Maßnahmen zur Minderung von Risiken am Boden.
  • Allgemeine Kenntnisse über UAS.
  • Meteorologie.
  • Flugleistung von UAS.
  • Technische und betriebliche Maßnahmen zur Minderung von Luftrisiken.

Ziel ist es, nicht nur zu verstehen, wie man eine Drohne fliegt, sondern auch, wie man einen Einsatz gemäß den geltenden STS-Anforderungen vorbereitet, durchführt und abschließt.

Piloten, die bereits über ein A2-Zertifikat verfügen, können von einem reduzierten Lehrplan für die STS-Theorieprüfung profitieren, da einige Themen bereits im Rahmen ihrer A2-Qualifikation geprüft wurden.

STS-Praxisausbildung

Die STS-Praxisausbildung dient dazu, nachzuweisen, dass der Fernpilot die für das jeweilige Standardszenario erforderlichen Verfahren anwenden kann.

Zu den praktischen Übungen gehören in der Regel:

  • Vorbereitung und Planung von Einsätzen.
  • Überprüfungen vor dem Flug und Konfiguration des UAS.
  • Normale Betriebsabläufe.
  • Überwachung und Steuerung während des Fluges.
  • Notfall- und Krisenmaßnahmen.
  • Gegebenenfalls Abstimmung mit Luftraumbeobachtern oder anderen Teammitgliedern.
  • Maßnahmen nach dem Flug und Berichterstattung.

Dieser praktische Teil ist von entscheidender Bedeutung, da er bestätigt, dass der Pilot in der Lage ist, strukturierte Verfahren anzuwenden, operative Risiken zu bewältigen und während des gesamten Einsatzes die Kontrolle über das UAS zu behalten.

Wie sind die Trainingsstufen A1/A3, A2 und STS aufeinander aufgebaut?

Der Übergang zwischen den Qualifikationsstufen lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • A1/A3: Grundlegende Sicherheitsaspekte, Vorschriften und betriebliches Bewusstsein im Zusammenhang mit Drohnen.
  • A2: Stärkere Konzentration auf das Bodenrisikomanagement, die Meteorologie und die Flugleistung.
  • STS: Fortgeschrittene Einsatzplanung, Risikominimierung und praktische Fertigkeiten für Standardszenarien.

Jeder Schritt bringt zusätzliche technische und betriebliche Komplexität mit sich und hilft Fernpiloten dabei, sich auf immer anspruchsvollere Drohneneinsätze im Rahmen der EASA vorzubereiten.

Der wesentliche Unterschied besteht in der Art und dem Ausmaß des mit dem beabsichtigten Einsatz verbundenen Risikos. A1/A3 ist die Grundqualifikation für Flüge mit geringerem Risiko in der Kategorie „Open“. A2 vermittelt zusätzliche Kompetenzen für Flüge in der Kategorie „Open“, bei denen unbeteiligte Personen näher herangeflogen werden. Die STS-Ausbildung bezieht sich auf definierte Standardszenarien in der jeweiligen Kategorie, in der die betrieblichen Anforderungen und Maßnahmen zur Risikominderung anspruchsvoller sind.

Ja. Vor dem Erwerb des Fernpilotenzeugnisses der Klasse A2 ist ein Abschlussnachweis der Klasse A1/A3 erforderlich. Der Pilot muss außerdem ein praktisches Selbsttraining absolvieren und die zusätzliche theoretische Prüfung der Klasse A2 bestehen.

Die Kenntnisse der Klassen A1/A3 bilden die Grundlage des STS-Ausbildungswegs. Die STS-Theorieprüfung orientiert sich an den bisherigen Qualifikationen des Fernpiloten: Piloten mit den Klassen A1/A3 legen die vollständige STS-Theorieprüfung ab, während Piloten, die bereits über die Klasse A2 verfügen, eine verkürzte Prüfung ablegen können, die sich auf die zusätzlichen STS-Themenbereiche beschränkt.

Ja. Für den Betrieb im Rahmen des STS-Systems sind sowohl ein Zertifikat über theoretische Kenntnisse als auch eine praktische Schulung für das jeweilige Szenario erforderlich. Die praktische Prüfung bestätigt, dass der Fernpilot normale Verfahren sowie Notfall- und Ausweichverfahren sicher anwenden kann.

Dies hängt von der Drohne, der Betriebsumgebung und dem damit verbundenen Risikograd ab. A1/A3 oder A2 können für viele Freizeit- und gewerbliche Einsätze mit geringerem Risiko in der offenen Kategorie geeignet sein. Komplexere Einsätze, darunter bestimmte kontrollierte Einsätze in städtischen Gebieten oder BVLOS-Einsätze, erfordern möglicherweise eine STS-Schulung oder eine Betriebsgenehmigung im Rahmen der jeweiligen Kategorie.

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